17. 8 1930: ein Tag jenes Jahres aus der Ich-Perspektive
Zu sehen ist der stille Sonntagmorgen in meinem kleinen möblierten Zimmer. Am Fenstertisch bessere ich meine Bluse aus, während Kaffee und Brot bereitstehen.
Timeslip Lite
Ein Sonntag zwischen Straßenbahnklingeln und Pflaumenduft
17. 8 1930 — ein Tag von Eunjin Jeong
Die Welt des Jahres 1930Timeslip, Tag 1Ich mit 30 Jahren
Gegen Viertel nach sechs wache ich in meinem möblierten Zimmer in der Berliner Lindenhofgasse vom Rasseln einer Straßenbahn und den Schritten der Hauswirtin im Flur auf. Durch den Spalt der Leinenvorhänge fällt schon warmes Augustlicht auf Waschschüssel, Wecker und meinen ordentlich gefalteten Rock.
🔍 Tippen Sie auf eine Karte, um selbst nach Aufzeichnungen aus jener Zeit zu suchen.
📖 Das heutige Tagebuch2
7.10 Uhr – Im Zimmer an der Lindenhofgasse 🔍
Um 7.10 Uhr sitze ich am kleinen Fenstertisch meines Zimmers in der Lindenhofgasse und gieße dünnen Malzkaffee aus der Emaillekanne in eine angeschlagene Tasse. Auf dem Spirituskocher wärme ich ein Stück Brot vom Vortag und streiche nur wenig Pflaumenmus darauf, denn die Münzen in meinem Portemonnaie müssen bis zum nächsten Lohn reichen. Während aus dem Hof Teppichklopfen und ein Grammophonlied heraufdringen, stopfe ich bei hellem Morgenlicht die lose Naht meiner weißen Bluse. Heute ist Sonntag, und ich beschließe, den freien Vormittag nicht in meinem engen Zimmer zu vertrödeln.
19.35 Uhr – Am Küchentisch zum Rosenhof 🔍
Um 19.35 Uhr sitze ich in der Gemeinschaftsküche zum Rosenhof, während durch das offene Hoffenster der Geruch von warmem Stein, Kohl und reifen Pflaumen zieht. Die Hauswirtin stellt eine Schüssel Kartoffeln auf den Wachstuchtisch, und ich helfe ihr, Bohnen zu putzen; dabei fragt sie, ob ich morgen in ihrer abgetragenen Jacke einen neuen Ärmel einsetzen könne. Ich sage zu und lege das gute Stück sorgfältig neben meinen Nähkorb, denn ein paar zusätzliche Mark wären willkommen. Als die Schatten im Hof blau werden und unten noch einmal eine Straßenbahnglocke klingt, fühle ich mich in diesem fremden Tag zum ersten Mal nicht ganz allein.
Dieses Tagebuch ist eine erfundene Geschichte, die ohne Recherche in echten Quellen allein aus Zeitwissen und historischem Gespür heraus erdacht wurde. Es handelt sich nicht um Aufzeichnungen tatsächlicher Ereignisse oder Personen.
somodusWhile I sleep
my AI agent works for me
Build your own AI agent →